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Flexibler Schulanfang an unserer Schule

Kooperation mit dem Elementarbereich

Die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten wird inhaltlich und organisatorisch mithilfe eines Kooperationskalenders  gewährleistet.
Durch eine intensive Kooperation werden verbindliche Absprachen und Regelungen ermöglicht, ebenso ein beständiger, gegenseitiger Informationsfluss. So wird eine größtmögliche Kontinuität für jedes einzelne Kind beim Übergang vom Elementar- in den Primarbereich erreichbar.

Einschulungs- und Organisationsmodus

Kein Kind wird von der Einschulung zurückgestellt. An der Karoline-von-Günderrode-Schule erfolgt die Einschulung zum Schuljahresbeginn. Die Kinder verweilen normalerweise zwei Jahre in einer Klasse des Flexiblen Schulanfangs. Die Entscheidung über den Wechsel in die Klassenstufe 3 trifft die Klassenkonferenz auf Grundlage der Lernentwicklung des einzelnen Kindes. Basis hierfür ist das Erreichen des Lernstandards für die Klassenstufe 2, sowie eine erfolgversprechende Prognose bezüglich der Mitarbeit in der nächsthöheren Lernstufe. Ist abzusehen, dass ein Kind das Leistungsziel der Schulhalbjahre der ersten beiden Schulbesuchsjahre nicht erreicht, kann es, ohne Anrechnung auf die Dauer der Schulbesuchsjahre, ein Jahr länger im Flexiblen Schulanfang bleiben. Bei besonders positiver Lernentwicklung kann ein Kind auch bereits nach einem Schuljahr in die Grundstufe wechseln.

Teambildung

Sowohl die Erarbeitung des pädagogischen Konzepts als auch dessen Umsetzung bedarf des Zusammenwirkens aller beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen. Diese spiegelt sich wieder in:

  • Koordinationsgesprächen der Fach- und Klassenlehrerinnen des Flexiblen Schulanfangs, der didaktische und methodische Vorbereitung und Nachbereitung einzelner Unterrichtseinheiten, regelmäßige Problembesprechungen zu einzelnen Schülerinnen und Schülern oder einzelner Unterrichtssequenzen und der immerwährenden gegenseitigen Unterstützung.
  • Enge Kooperation zwischen den Sozialpädagoginnen, der BFZ-Lehrerin und den Fach – und Klassenlehrerinnen im Flexiblen Schulanfang unter besonderer Berücksichtigung der Einzelförderung.
  • 14tägiges Teamgespräch aller beteiligten Pädagoginnen.

Einbezug zusätzlicher, (sozial)pädagogischer Kompetenz

Die Lehrkräfte der Schülerinnen und Schüler werden im Flexiblen Schulanfang durch zusätzliche pädagogische Zeit und Kompetenz unterstützt. Sieben Unterrichtsstunden pro Woche werden pro Klasse gewährt. Diese „Doppelsteckung“ soll allen am Lernprozess beteiligten Personen die Möglichkeit geben, Entwicklungen einzelner Kinder zu beobachten und ggf. in Rücksprache miteinander eine zusätzliche Förderung zu vereinbaren. Diese erstreckt sich über folgende Gebiete, welche hier beispielhaft aufgeführt sind:

Leseförderung in Kleingruppen:
Einzeln bis max. 3 Kinder, Beschäftigung  mit Büchern, Lesen, Vorlesen, zuhören, besprechen und nachspielen, Wörter oder Texte lesen, die das Kind bewältigen kann.  

Sprachförderung: sprachliche Förderung, Grundwortschatz und Sprachfähigkeit erhöhen, Sprachhemmungen abbauen, sprachliche Spiele, Dialoge, Freies Sprechen, mündlicher Sprachgebrauch (Erzählen), deutliches Artikulieren üben. Einzelne Buchstaben hören und sprechen (Anlautübungen, Buchstaben hören), auditive Wahrnehmung (Hörübungen, Geräusche erkennen).

Wahrnehmungsförderung: Wahrnehmungstraining (sehen, hören, fühlen), taktile Wahrnehmung fördern- fühlen (weich, hart, kalt, warm, rau, glatt), vestibuläre und visomotorische Wahrnehmung (Sehen + Körperbewegung), Gleichgewichtsübungen (kriechen, krabbeln, hopsen). „Wir besuchen den Zoo“ und treffen verschiedene Tiere (Nachahmen der Tiere), visuelle Wahrnehmung z. B. durch Kim-Spiele, Figur-Grund-Wahrnehmung (Gegenstände benennen, ordnen zuordnen, Paarbildung, ergänzen).

Feinmotorik: Förderung der Fein- und Grobmotorik, Umgang mit Schere, Stift, Stoff, Papier, Kleber, kneten, schneiden, weben, falten, ausschneiden. Umgang mit Zeichen-,  Mal- und Schreibgeräten ( Pinsel, Stift,...), Gleichgewichts- und Koordinationsaufgaben, Förderung der Auge-Hand-Koordination (Formen- Musternachlegen,…), Förderung der Grobmotorik, Gleichgewichtsübungen (siehe auch Wahrnehmung), Lateralität (rechts- links).

Elementare Grundförderung: Förderung von sozialem Verhalten und Erhöhung der Sozialkompetenz durch Partner- Gruppenaufgaben ( Gruppenspiele, Brett- und Kartenspiele), Übung zum Rollenverhalten, zur Konfliktlösung. Ausdauerförderung, Leistungsmotivation, Kognition und Kreativität.

Konzentration und Entspannung: Konzentrationsübungen und Aufgaben (Figuren ergänzen, Irrgarten, 10 Fehler suchen, Geschichte hören und nacherzählen,…), Stille– und Entspannungsübungen, Phantasiereisen.

Schreibförderung: z.B. feinmotorische Übungen (Schwung- und Lockerungs-übungen), Übungen zu einzelnen Buchstaben und Wörtern (Wörterliste) Partner- Laufdiktate, Hörübungen und optische Übungen.

Diagnostik: Um Ursache von Schwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern auf den Grund zu gehen, werden unterschiedliche Diagnoseverfahren zur Unterstützung hinzugezogen. Als Gruppentest: HSP und Stolperwörtertest, sowie individualisierte Test bzw. Test aus den Diagnosematerialien der BFZ-Lehrkraft.

Entwicklung und Überprüfung effektiver Unterrichtsformen /Aufbau fachlicher und überfachlicher Kompetenzen

Durch die jahrgangsübergreifende Unterrichtsorganisation am Schulanfang wird die Bandbreite der Heterogenität in den einzelnen Lerngruppen erheblich vergrößert. Dazu bedarf es in höherem Maße differenzierter Lernangebote, trotz derer gemeinsame Phasen am Unterrichtsvormittag unbedingt erhalten bleiben müssen. Dies beinhaltet:

  • gemeinsame Ideenfindung
  • gemeinsame Einführung in neue Themen
  • Arbeitsphasen
  • Auswertung
  • Reflexion

Die Schülerinnen und Schüler des Flexiblen Schulanfangs sollen sich als Klassengemeinschaft erfahren können, obwohl sie oft nur ein Jahr miteinander arbeiten. Weiterhin bieten diese gemeinsamen Phasen die Möglichkeit, von, sowie miteinander zu lernen.

Im Laufe ihrer Schullaufbahn sollen den Kindern eine Bandbreite an Methoden vermittelt werden. Eckpunkte dieses Methodentrainings bilden Selbstständigkeit und Eigenständigkeit innerhalb des Lernprozesses sowie kooperative Sozialformen. Dieses Methodentraining findet an vier Methodentagen im Jahr statt. Die inhaltliche Gestaltung der Methodentage befindet sich im Methodenkonzept.

Zur Unterstützung jahrgangsübergreifenden Unterrichtens hat sich das Kollegium der Karoline-von-Günderrode-Schule für „Einstern“ in Mathematik und „Einsterns Schwester“ in Deutsch entschieden.
Beide Lehrwerke bieten bei vielen Themenschwerpunkten die Möglichkeit die Lerninhalte der einzelnen Jahrgangsstufen zu kombinieren.
Die Aufarbeitung der Lerninhalte orientiert sich an den Inhaltsfeldern der einzelnen Jahrgänge und den Bildungsstandards der einzelnen Fächer.
Die Lerninhalte werden nicht nur weitestgehend jahrgangsübergreifend kombiniert, sondern auch individuell an die Lerngruppe angepasst.
Jede Unterrichtsplanung bietet die Möglichkeit den Lerninhalt für die schwächeren Schülerinnen und Schüler zu vereinfachen und so qualitativ bzw. quantitativ zu differenzieren.
Die Reflektion und Evaluation findet in erster Linie in den Teambesprechungen statt. Gegenseitige Hospitationen gehören zum Alltag der Karoline-von-Günderrode-Schule dazu.

Flexibler Schulanfang und Grundstufe als pädagogische Einheit

Grundsätze des Lebens, Lernens und Arbeitens in der Schule müssen vom Schulanfang bis zum Ende der Grundschulzeit als Einheit erfahrbar werden. Das Konzept der Karoline-von-Günderrode-Schule gewährleistet durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht der Jahrgänge 3 und 4 diese Vorgabe in besonderem Maße. Vielfältige Differenzierungsangebote und gemeinsames Lernen in unterschiedlichen Altersstufen führen die Prinzipien und Ziele des Flexiblen Schulanfangs fort. Durch klassenübergreifenden Kunst- und Religionsunterricht, gemeinsame Projekte, Schulfahrten, Feste und Feiern kennen sich alle Mitglieder der Schulgemeinde. Weiterhin wird bei der Stundenplanerstellung darauf geachtet, dass jede Lehrerin in jeder Klasse oder Jahrgangsstufe ein bis zwei Unterrichtsstunden unterrichtet.
Der Wechsel von der Einheit 1/2 zur Einheit 3/4 stellt so für die Kinder keine Schwierigkeit dar.

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